Lernen Sie unsere AUSSTELLER von 2020 kennen

Presidi 2020

Speziell geschützte, vom Aussterben bedrohte Lebensmittel, von Slow Food nominiert. Die Vereinigung Slow Food hat sich dem kulinarischen Genuss verschrieben und trägt mit diesen Presidi wesentlich zum Schutz seltener Tierrassen bei, ebenso zur Erhaltung von Biodiversität, zur Existenzsicherung von Kleinunternehmen oder zu alternativer Landwirtschaft.

  • Presidio

    Aglio di Resia

    Knoblauch

    Aglio di Resia

    Das Resiatal beginnt eng und schmal bei Resiutta, einer kleinen Stadt. Nach einigen Kurven öffnet sich das Tal jedoch plötzlich und steigt stetig bis zum Monte Canin an. Es zählt nicht mehr als 1500 Einwohner, die Hüter der Kultur und Traditionen sind. Die geographische Isolation hat die Erhaltung einer interessanten Pflanzenvielfalt ermöglicht: Der Knoblauch, der im lokalen Dialekt „strok“ genannt wird, ist bis zu einem Jahr haltbar und wird in Bündeln mit 4-5 Knollen verkauft. Durch seine Süße ist er besonders für die Herstellung von Wurstwaren geeignet, weil er frei von den beißenden Noten der gängigsten Sorten ist. Der Anbau im Tal geschieht auf natürliche Weise. Gedüngt wird mit Kuhmist und nur in Ausnahmefällen sind Pestizid-Behandlungen notwendig. Das Presidio will die biologische Vielfalt schützen: Dies ist eine Möglichkeit, um die Abwanderung zu stoppen und Arbeit im Tal zu schaffen. Aber auch um diesem Naturschutzgebiet Leben einzuhauchen, damit es nicht zu einem Museum wird.

    Produktionsgebiet: Val di Resia (Provinz Udine)

    gefördert von: Cirmont, Parco Naturale delle Prealpi Giulie, Comune di Resia

    Referentin: Vilma Quaglia, tel. 320 4219666, agliodiresia.vilma@ libero.it

    Koordinator: Filippo Bier, tel. 0427 86189 - 335 6789205, fibier@ tin.it

  • Presidio

    Ahrntaler Graukäse

    Käse

    Ahrntaler Graukäse

    Dieser Käse ist ein fast „urzeitlicher Käse“ aus den Tiroler Alpen, im Speziellen aus dem Ahrntal in Südtirol. Hier wurde die Kuhmilch der Almen traditionell komplett entrahmt, um möglichst viel Butter zu erzeugen. Aus dem, was übrig blieb, machte man dann Graukäse. Die Käsereitechnik basiert auf der Sauermilchgerinnung (ohne Zugabe von Lab) bei mittlerer Temperatur. Der Bruch wird dann in einem Leinentuch gesammelt, mittels Presse ausgepresst, zerkleinert und in Formen abgefüllt. Die natürliche Schimmelbildung während der Reifung gab dem Käse seinen Namen.

    Produktionsgebiet: Ahrntal von Gais bis Kasern sowie die Seitentäler Mühlwald, Lappach, Weißenbach und Rein in Taufers (Provinz Bozen)

    gefördert von: Camera di Commercio di Bolzano, Provincia Autonoma di Bolzano, Ahrntal Natur

    Referentin: Agnes Laner, tel. 338 8737161, laner.nikolaus@ rolmail.net

    Koordinator: Martin Pircher, tel. 0474 678495 despar.pircher@ bestofdolomites.it

  • Presidio

    Albicocca di Scillato

    Aprikosen

    Albicocca di Scillato

    Scillato ist ein kleines Dorf zu Füßen der Gebirgskette Madonie, im Imera-Flusstal, Provinz Palermo. Im Umland gedeihen Oliven, Obst, Früchte, zahlreiche Quellgewässer sorgen für fruchtbare Böden. Zitrusfrucht-Haine prägen seit jeher die Landschaft. Die Früchte reifen spät und sind besonders saftig. Vor allem aber ist die Gegend um Scillato ein begnadetes Aprikosen-Anbaugebiet. Die hier gedeihenden Früchte reifen früh, sind klein, rötlich angehaucht, sehr intensiv in Geruch und Geschmack. Die Ernte beginnt in der Regel Anfang Mai und dauert bis zu drei Wochen.
    Die lange Tradition des Aprikosenanbaus verlangt einen jährlichen Baumschnitt und verbietet chemische Behandlung der Böden oder der Früchte. Gepflückt wird per Hand. Die Aprikosenbäume erreichen eine beachtliche Größe und ein Alter von über 40 Jahren. Die wohlschmeckenden Aprikosen sind empfindlich, daher beschränkt sich der Handel auf die umliegenden Orte.

    Produktionsgebiet: Gemeindegebiet Scillato, Provinz Palermo

    gefördert von: Sicily by Car

    Koordinator: Francesco Sottile, tel. 328 9866195, franci.sottile@ gmail.com

    Referent: Alberto Battaglia, tel. 329 0848032, icarusi.scillato@ gmail.com

  • Presidio

    Antiche mele dell’Alto Friuli

    Äpfel

    Antiche mele dell’Alto Friuli

    In Friaul Julisch Venetien ist der Apfelanbau seit der Römischen Besetzung dokumentiert. Aber zwischen dem Ende des 18. bis Mitte 19. Jahrhunderts erlebte die Apfelwirtschaft im Friaul eine große Entwicklung, vor allem in den hügeligen Gebieten der Voralpen. Vor dem ersten Weltkrieg wurden die Äpfel nach ganz Europa (vor allem nach Österreich), nach Ägypten und sogar in die USA exportiert. Die angebauten Sorten waren sowohl lokalen Ursprungs, aber auch von Rückkehrern aus aller Welt importiert. Die Namen der Sorten beziehen sich auf bestimme Merkmale der Früchte oder der Pflanze (Ruggine dorata, Striato dolce, Blancon), auf Besonderheiten beim Reifen, Verzehr oder Geschmack der Sorte (Rosse Invernali), den Herkunftsort (Zeuka di Treppo, Giallo di Priuso), auf Orte, die nicht leicht erreichbar waren (di Corone) oder die Namen der Importeure oder Eigentümer (Marc Panara).

    Produktionsgebiet: Hügelketten der Voralpen im Friaul der Provinzen Pordenone und Udine

    gefördert von: Uti Carnia

    Referenten: Marino Corti, tel. 328 2155654, masicortim@ libero.it

    Koordinator: Christian Siega, tel. 339 4299867, info@ borgodellemele.it

     

     

  • Presidio

    Biscotto di Ceglie

    Gebäck

    Biscotto di Ceglie

    Da die Authentizität der Rohmaterialien und ein Teil der handwerklichen Fähigkeiten mit der Zeit verloren gingen, ist ein Konsortium entstanden, das das Gebäck von Ceglie in der Originalversion erhalten will. Die Produktionsrichtlinien schreiben vor, dass alle Zutaten aus dem Landkreis Ceglie kommen müssen: ein Landkreis (13.000 ha), der reich ist an Biodiversität und exzellenten landwirtschaftlichen Produkten. Die Mandeln der Sorte Cegliese “du riviézz” („vom Rotkehlchen“, weil diese zarten und saftigen Mandeln besonders von den gleichnamigen Vögeln geschätzt werden), lokale Kirschen und Trauben von regionalen Rebsorten werden für die Konfitüre verwendet. Es gilt, den Anbau dieser Sorten zu unterstützen und es gibt bereits einige wenige Plantagen, die die Herstellung „a chilometro zero” ermöglichen (mit Ausnahme des Zuckers natürlich).

    Produktionsgebiet: Gemeinde Ceglie Messapica (Provinz Brindisi)

    gefördert von: Consorzio per la valorizzazione del biscotto di Ceglie Messapica

    Referent: Angelo Massaro, tel. 339 8197868, condottaslowfoodaltosalento@ gmail.com

  • Presidio

    Boeren Goudse Opleg Kaas - Artisan Gouda

    Käse

    Boeren Goudse Opleg Kaas - gereifter Bauern-Gouda HOLLAND

    Dieses Presidio, bestehend aus drei noch auf herkömmliche Weise produzierenden Betrieben, wurde im Juli 2003 gegründet. Der traditionelle Bauernkäse wiegt mehr als 20 Kilo und wird ausschließlich mit Hilfe von Holzfässern und Leinentüchern hergestellt. Zudem wird lediglich die Milch jener Kühe verwendet, die im Sommer im “Grünen Herzen” grasen. Nur diese Milch macht den langen Reifeprozess möglich, denn der Echte ist min. ein Jahr bis max. vier Jahre alt, wenn er verkauft wird. Die Produzenten des Presidio verwenden ausschließlich natürliche Konservierungsstoffe. Außerdem wird jeder Käse mit Produktionsdatum und Herstellernamen versehen, da in den Niederlanden der Bauernkäse seit jeher von Großbetrieben aufgekauft, ausgereift und dann als anonymes Produkt weiterverkauft wird.

    Produktionsgebiet: Holland, Region „Grünes Herz“, zwischen Amsterdam, Rotterdam und Utrecht

    Koordination: Stichting Boeren Goudse Oplegkaas/ Aged Artisan Gouda Foundation, www.boerengoudseoplegkaas.nl, contact@ boerengoudseoplegkaas.nl

  • Presidio

    Bryndza 1787

    Käse

    Bryndza 1787

    Der Bryndza ist ein Weichkäse aus Schafmilch, dessen Ursprünge auf die Schäferei der Walachen zurückgehen. Das Schaf war alles für diese Volksgruppe: Milch-, Fleisch- und Wolllieferant.
    Die lokale Schafrasse Valaška ist klein, mit gedrehten Hörnern, keilförmigem Kopf und dichter, rauer, weißer Wolle. Ein rustikales Schaf, geeignet für das harte Klima und die steilen Hänge der Karpaten, so genügsam, dass es sich im Winter von Blättern und Kiefernnadeln ernährt.
    Die Geschichte des Bryndza beginnt im Jahr 1787, als Ján Vagač in Detva eine Molkerei eröffnete, an die Hirten ihren Käse verkauften. Er wurde zerkleinert, erneut vermengt und in Holzfässer gefüllt und zum Schluss mit einer Schicht Butter zur Konservierung versiegelt.
    Der Käse hatte eine reiche und einzigartige Bakterienflora, eine Reihe von Laktobazillen namens "Karpathenokokkus", ein natürliches Probiotikum, das immer noch im Bryndza des Presidio vorhanden ist.
    Für den Bryndza wird zuerst ein Schafrohkäse hergestellt, wobei der Bruch zum Abtropfen in ein Baumwolltuch gegeben wird, in dem er eine Woche lang fermentiert. Dann wird die Außenschicht entfernt und der Rest in grobe Stücke geschnitten, die mit Salz oder Kochsalzlösung gemischt und geknetet werden. Die so erhaltene Creme mit delikatem und angenehm saurem Geschmack wird frisch verzehrt, aber auch zur Zubereitung traditioneller Gerichte verwendet.
    Im Gegensatz dazu wird der kommerzielle Bryndza mit Kuh- und Schafsmilch pasteurisiert und mit mikrobiellem Lab hergestellt.
    Das Presidio bringt Erzeuger zusammen, die historische Schafrassen zur Wiedergewinnung hoch gelegener Weiden zwischen 600 und 1400 M.ü.M. halten. Es erfolgt keine zusätzliche Fütterung, weder mit Silage noch mit Getreide mit tierischen Eiweißbeigaben.

    Produktionsgebiet: Zentralgebiet der slowakischen Karpaten

    Koordinator: Ladislav Raček, Tel. +421 903 603 910, ladislav.racek@ slowfoodtatry.sk
    Referentin: Ing. Anna Kováčiková, Tel. +421 905 248 121, pdliptrevuce@ gmail.com

  • Presidio

    Caciofiore della Campagna Romana

    Käse

    Caciofiore della campagna romana

    Bevor der Mensch die Süßmilchgerinnung mit Hilfe von Lab entdeckt hatte, war der Einsatz von Distelsaft zur Milchgerinnung verbreitet. Die Römer benutzten diese Art der Käseherstellung und in der Gegend um Rom, wo Disteln und Artischocken gut wachsen, wird heute wieder Käse auf diese Weise hergestellt. Acht Bauern haben diese Disteln wieder angepflanzt und stellen aus Rohmilch vom Schaf wieder einen Käse mit „antikem“ Geschmack her.

    Produktionsgebiet: Provinz Rom

    gefördert von: Camera di Commercio, Industria e Artigianato di Roma, Azienda Romana per i Mercati

    Koordinator: Valentino Affinita, tel. 334 9833629

    Referent: William Loria, tel. 06 69792437 w.loria@ romamercati.com

  • Presidio

    Carota di Polignano

    Gemüse

    Carote di Polignano

    Die Rückgewinnung und Aufwertung dieses Gemüses ist essentiell, um eine hundertjährige Tradition des Anbaus und der Erhaltung des Samengutes über Generationen durch die einheimischen Familien zu gewährleisten. Aber auch die Aufwertung der Arbeit der Bauern zur Erzielung gerechterer Preise auf dem lokalen Markt ist wichtiger Bestandteil des Projektes. Die drei Produzenten der Polignano-Karotten haben sich im Konsortium „ La bastinaca di San Vito“ zusammengeschlossen. „Bastinaca“ ist der Name der Karotte im lokalen Dialekt. Das Konsortium will die Karotte bekannt machen und Bauern animieren, diese wieder anzubauen, damit eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Traditionen dieser Gegend nicht verloren geht.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Polignano a Mare (Provinz Bari)

    gefördert von: Regione Puglia

    Referent: Giovanni De Napoli, tel. 335 6243771, giovannidenapoli@ gmail.com

    Koordinator: Francesco Matarrese, tel. 338 1107323, francesco.matarrese@ libero.it

  • Presidio

    Cece nero dalla Murgia carsica

    Hülsenfrüchte

    Cece nero della Murgia carsica

    Mit den Jahren ging in der Murgia immer mehr Anbaufläche zu Gunsten der Industrialisierung verloren. Aus Bauern wurden Arbeiter in den Fabriken und damit besteht die Gefahr, dass lokale Sorten in Vergessenheit geraten. Übrig bleiben die rentableren Olivenhaine und Weinberge. In den letzten Jahren haben jedoch auch marginale Kulturen wie Linsen, Zwiebeln und Kichererbsen angefangen, Zeichen der Erholung zu zeigen. Sechs Landwirte, die dem Slow-Food-Presidio angehören, bauen seit einigen Jahren wieder den autochthonen cece nero nach den Prinzipien der integrierten Landwirtschaft an.

    Produktionsgebiet: Gemeinden Acquaviva delle Fonti, Cassano delle Murge, Sant’Eramo in Colle und umliegende Gemeinden (Provinz Bari)

    gefördert von: Camera di Commercio di Bari in collaborazione con Cia

    Referent: Vito Abrusci, tel. 339 1936517, abrusciserv@ libero.it

    Koordinator: Angelo Nardulli, tel. 328 2841024, nardulli.angelo@ libero.it

  • Presidio

    Cipolla di Cavasso e della Val Cosa

    Gemüse

    Cipolla di Cavasso e della Val Cosa

    Aus den wenigen noch verfügbaren Samen werden Jahr für Jahr geduldig mehr Zwiebeln gezüchtet. Dies mit dem Ziel, sie wieder auf den lokalen Märkten zu verkaufen und so einen Zuschuss zum Einkommen für die Familien in schwierigen Zeiten zu schaffen. Mit der Wiederentdeckung der Zwiebel, die gleichzeitig von den beiden Gemeinden Cavasso und Castelnovo vorangetrieben wurde, haben sich leicht unterschiedliche Zwiebeln in jeder der zwei Gemeinden entwickelt. Die Farbe kann von golden-rot bis leuchtend rot sein, je nach Anbaufläche und Auswahlkriterien bei der Samenwahl durch die einzelnen Familien in der Vergangenheit. Heute bauen wieder ca. 30 Bürger Zwiebeln an und verkaufen sie auf den lokalen Zwiebel-Festen, die im Sommer stattfinden.

    Produktionsgebiet: Gemeinden Castelnovo del Friuli, Cavasso Nuovo und umliegende Gebiete (Provinz Pordenone)

    gefördert von: Comune di Castelnovo del Friuli, Comune di Cavasso Nuovo, Camera di Commercio di Pordenone

    Referenten: Claudio Zambon, tel. 339 8856976, claudiozambon.cz@ libero.it
    Gregorio Lenarduzzi, tel. 320 0135391, gregorio.lenarduzzi@ gmail.com

    Koordinator: Emanuele Zanon, tel. 338 3146702, e.zanon@ libero.it

  • Presidio

    Cipolla Paglina di Castrofilippo

    Zwiebeln

    Cipolla paglina di Castrofilippo

    Das Vorhandensein von Wasser um Castrofilippo, Provinz Agrigent, hat den Zwiebelanbau ursprünglich gefördert. Schon immer hieß man die Bewohner von Castrofilippo in den umliegenden Dörfern deswegen auch "cipuddara" (Sizilianische Abwandlung von Cipolla – Zwiebel). Früher wie heute verkaufen sie dort noch während der Sommermonate auf den Wochenmärkten Zwiebeln.
    Der Name dieses Ökotyps stammt von der hell-strohgelben Zwiebelhaut, die diese Zwiebeln von allen anderen unterscheidet. Weitere wichtige Charakteristiken sind die auffallende Größe, das angenehm milde Aroma und die Süße im Geschmack. Die Abwesenheit jeglicher scharfer Noten macht diese Zwiebel ideal, um sie auch roh zu essen. In der lokalen Gastronomie ist sie wichtige Zutat bei einigen traditionellen Gerichten. Gepflanzt werden meist Setzlinge (cipuddine) aus Pflanzschulen in der Nähe des Meeres. Dort herrscht ein milderes Klima, das das Wachstum der Schösslinge fördert. Sind sie 10 bis 15 cm hoch, werden sie aus der Erde gezogen und in Bündeln für das manuelle Umpflanzen vorbereitet. Die Ernte beginnt Mitte Juni, wenn die Blätter der Zwiebeln noch grün sind, und dauert bis Ende August. In diesem Monat wird auch das traditionelle Volksfest zu Ehren der Zwiebel gefeiert.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Castrofilippo, Provinz Agrigent

    gefördert von: Comune di Castrofilippo

    Referent: Dario Brucculeri, tel. 348 2268105, info@ goldengrapes.it

    Koordinator: Massimo Brucato, tel. 338 7387757, massimobrucato@ gmail.com

  • Presidio

    Çuç di mont

    Käse

    Çuç di mont

    In der Vergangenheit wurden die Almen im Herstellungsbiet nach dem Rotationsprinzip vergeben. Zusammen mit der Transhumanz wurde auch die Herstellungstechnik für den Çuç di mont über Generationen in der Familie weitergegeben. Es ist ein Käse, den heute kaum mehr einer kennt.
    Das Presidio vereint jene Produzenten, die noch das ursprüngliche Rezept benutzen. Diese neue Generation der Käser soll die über 60 Almen langsam wieder zum Leben erwecken. Der Çuç di mont wird nur im Sommer von der Milch der Kühe auf der Alm hergestellt. Nur im Ausnahmefall darf eigenes Heu und Getreide zugefüttert werden. Jegliche anderen Zusatzstoffe, auch industrielle Milchfermente, sind nicht gestattet. Es dürfen nur die eigenen Milchsäurebakterien verwendet werden. Die Mindestreifezeit beträgt 45 Tage, am besten schmeckt der Çuç jedoch, wenn er ungefähr ein Jahr gereift ist.

    Produktionsgebiet: Friulanische Dolomiten, Karnische Alpen, Julische Alpen und Voralpen (Provinzen Pordenone und Udine)

    gefördert von: Unione Territoriale Intercomunale della Carnia

    Referentin: Annalisa Celant, Tel. 340 7961329 – 366 9527284, dallecelant@ gmail.com

    Koordinator: Pietro Gortani, Tel. 334 1127780, info@ gortanifarm.it

  • Presidio

    Fava di Carpino

    Bohnen

    Fava di Carpino

    Die kalk- und lehmhaltigen Böden von Carpino sind perfekt für dem Anbau dieser Bohnen geeignet. Deswegen wird hier seit jeher eine der am meisten geschätzten Bohnensorten Apuliens angebaut. Unter Einhaltung der Fruchtfolge werden auf den Feldern auch Hartweizen, Zuckerrüben, Tomaten und Lupinen angebaut. Die Aussaat erfolgt im Oktober und November. Die Felder werden nicht gedüngt (im Gegenteil, die Bohne ist eine Pflanze, die den Boden mit Stickstoff nährt) und es werden weder Pestizide noch Herbizide gespritzt. Unkraut wird händisch gejätet. Zwischen Juni und Juli, wenn die Pflanzen gelblich werden, werden die Pflanzen, ebenfalls von Hand geschnitten und zu Bündeln („covoni“ oder „manocchi“) gebunden, die auf dem Feld zum Trocknen liegen bleiben. In der Zwischenzeit wird eine kreisrunde Stelle ( „arij“) genässt, mit gepresstem Stroh bedeckt, gehärtet und so zur weiteren Bearbeitung vorbereitet. Dann wird das Stroh entfernt, und während der heißesten Stunden des Tages kreisen Pferde um den Landwirt in der Mitte des "arij": So lösen sich die Bohnen aus den Hülsen. Abschließend werden die Bohnen mit traditionellen Holzschaufeln in die Luft geworfen, um mit Hilfe der nachmittäglichen Brise auch die letzten anhaftenden Strohpartikel zu entfernen.

    Produktionsgebiet: Comune di Carpino (provincia di Foggia)

    gefördert von: Parco Nazionale del Gargano

    Referent: Michele Cannarozzi, tel. 347 2213541, info@ oliocannarozzi.com

    Koordinator: Marcello Longo, tel. 347 4703926, slowfood236@ gmail.com

  • Presidio

    Fiore Sardo dei Pastori

    Käse

    Fiore Sardo dei pastori

    Das Presidio soll helfen, die ursprüngliche und historische Art der Herstellung des Fiore Sardo in seinem Ursprungsgebiet zu erhalten. In der Barbagia sind noch Schäfer unterwegs, die diesen Schafmilchkäse aus roher Vollmilch von Hand herstellen. Sogar ohne Hilfe von Milchfermenten und mit selbst produziertem Lab. Die Qualität dieses vom Aussterben bedrohten Käses ist unvergleichlich

    Produktionsgebiet: Die Gemeinden Gavoi, Ollolai, Ovodda, Lodine, Fonni e Orgosolo der Barbagia (Provinz Nuoro-Sardinien)

    gefördert von: Gal Barbagie e Mandrolisai, Regione Autonoma della Sardegna Assessorato dell’Agricoltura e Riforma Agro-Pastorale

    Referent: Salvatore Bussu, tel. 329 4749566

    Koordinator: Renato Brotzu, tel. 328 2735432, rebrotzu@ tiscali.it

  • Presidio

    Formaggio di Malga del Lagorai

    Käse

    ll formaggio di malga del Lagorai

    Im Lauf der Zeit wurden die Almen im Lagorai zu Gunsten ertragreicherer Betriebe im Tal aufgegeben und Wald hat sich wieder der Weiden bemächtigt. Der Käse, bis vor kurzem nur frisch und zu unrentablen Preisen verkauft, reift nun für mindestens drei Monate und kann dadurch sein fantastisches Aromenspektrum entfalten. 2004 wurde die Vereinigung "Hirten und Älpler des Lagorai" von einigen der rund zwanzig derzeit aktiven Almen in den Gemeinden Telve, Roncegno und Torcegno gegründet. Die Mitglieder haben sich strenge Produktionsrichtlinien auferlegt. Es wird nur Rohmilch verkäst, industrielle Enzyme sind verboten, es dürfen nur selbst erzeugte Milchbakterien verwendet werden und die Reifung der Käse muss autonom erfolgen. Mit Unterstützung der Gemeinden werden auch verlassene Almen und Weiden wieder benutzbar gemacht. Das Slow-Food-Presidio will die historische Produktion verbessern und sie auf den Markt bringen. Die sechs teilnehmenden Hirten lassen den Käse sogar min. vier Monate reifen und erzielen so bessere Preise als dies sonst der Fall wäre. Damit wird gewährleistet, dass eine Gegend von seltener Schönheit weiterhin bewirtschaftet wird.

    Produktionsgebiet: Gemeinden Carzano Roncegno Terme, Ronchi Valsugana Telve, Telve di Sopra (Provinz Trient)

    Referent: Stefano Mayr, tel. 328 5423635, mayr@ mountainwilderness.it

  • Presidio

    Macagn

    Käse

    Macagn

    Der Macagn erhielt seinen Namen von der gleichnamigen Alm am Fuße des Monte Rosa. Kleiner als eine Toma aus dem Piemont, ist er ein typischer Bergkäse aus Kuhrohmilch. Der kompakte, elastische Teig weist eine leichte, unregelmäßige Lochung auf und ist von strohgelber Farbe, die mit der Reifung goldgelb wird. Die Produktion erfolgt zwei Mal täglich während der Almperiode direkt nach dem Melken – auch deswegen schmeckt er nach frischen Almkräutern und Blumen.

    Produktionsgebiet: Voralpen der Provinz Biella sowie in der Valsesia (Provinz Vercelli).

    gefördert von: Comunità Montana Val Sessera, Valle di Mosso e Prealpi Biellesi, Fondazione Cassa Risparmio di Biella

    Referentin: Emanuela Ceruti, tel. 347 3027202, emmaiux@ libero.it

    Koordinator: Giovanni Iacolino, tel. 340 7691682, slowfood_valsesia@ libero.it

  • Presidio

    Pallone di Gravina

    Käse

    Pallone di Gravina

    Der Pallone ist wenig bekannt und wird oft mit einem Caciocavallo verwechselt. Aus Kuhrohmilch gemacht, ist er ein Caciocavallo ohne den Teigknopf, der nur von Januar bis März produziert wird. Die Herstellung dieses harten Knetkäses geht auf die Zeiten der Wandertierhaltung zurück, als große Herden mit Tausenden von Tieren (hauptsächlich Kühe der Rasse Podolica) von Bradanico nach Tarantino getrieben wurden. Gravina war dabei in den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Raststation entlang der traditionellen Route. 
    Der Pallone wird im Naturkeller gelagert, wo er durch die Reifung immer intensivere Aromen bekommt. Früher reiften die Käse in Tuffgrotten. Nach einer Reifezeit von 3 Monaten kommen pikante Aromen in den Vordergrund des Geschmacksbildes, die Teigfarbe wird golden und in der Nase sind Karamell- und Kräuternoten erkennbar.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Gravina di Puglia (Provinz Bari)

    Presidio sostenuto da | gefördert von: Parco Nazionale dell’Alta Murgia

    Referentin: Rosamaria De Rosa, tel. 348 3538734, associazione.pallonegravina@ hotmail.com 

    Koordinator: Marcello Longo, tel. 347 4703926, slowfood236@ gmail.com 

  • Presidio

    Pane tradizionale dell'Alta Murgia

    Brot

    Pane tradizionale dell'alta Murgia

    Dieses Presidio basiert auf dem Rohmaterial für das Brot: dem Hartweizen, der in den fünf Gemeinden im Nordwesten der Murge angebaut und verarbeitet wird. Das zweite ausschlaggebende Element ist der Ofen, der ausschließlich mit Eichenholz geheizt wird.
    Um die Qualität und Transparenz der Produktionskette sicherzustellen, sind strenge Anbau- und Produktionsvorschriften ausgearbeitet worden. Zudem wurde eine Zählung aller Produzenten von Hartweizen und aller Mühlen der Region eingeleitet.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Altamura (Provinz Bari)

    gefördert von: Associazione Culturale Altus Murus

    Referent: Giuseppe Incampo, tel. 339 5484295, incamposlow@ libero.it

    Koordinator: Marcello Longo, tel. 347 4703926, slowfood236@ gmail.com

  • Presidio

    Pecora Brigasca

    Schafskäse

    Pecora Brigasca

    Brigasca ist eine autochthone Schafrasse, die ihren Namen der Grenzregion zwischen Ligurien, Piemont und der französischen Provence verdankt. Sie stammt aus der gleichen Familie der Schafrassen Frabosana und dem Langenschaf. Ein rustikales Tier, das sich perfekt anpasst und nur kurze Zeit auf der Alm verbringt. Aus der Milch werden drei Käsesorten hergestellt - Sora, Toma und Brus - mit Techniken und Materialien, wie sie schon seit Jahrtausenden verwendet werden.

    Produktionsgebiet: Täler entlang der französischen Grenze in den Provinzen Ligurien und Piemont sowie einige Gemeinden der Provinzen Savona und Cuneo

    gefördert von: Regione Liguria

    Referent: Maurizio Bazzano, tel. 019 599767 - 333 1035799, mauri60@ quipo.it

    Koordinator: Flavio Gramegna, tel. 333 2531207, flaviotriora@ gmail.it

  • Presidio

    Pecorino a latte crudo della Maremma

    Käse

    Pecorino a latte crudo della Maremma

    Vier Flussläufe (Fiora, Ombrone, Pecora und Albegna) unterteilen das Gebiet der Maremma in fruchtbare Ebenen. Diese Region ist seit dem Mittelalter für ihre Weideflächen bekannt und seit vierhundert Jahren wird auch die Transhumanz (Wanderweidewirtschaft) betrieben.
    Die Milch der hier überwinternden Schafe wurde anderswo, in Pisa oder im Casentino, zu exzellentem Käse verarbeitet. Erst im 19ten Jahrhundert wird die Maremma zum Hauptproduktionsgebiet für Schafkäse (Pecorino) in der Toskana.
    Die Verarbeitung von Rohmilch ist aber auch in der Maremma selten geworden. Das Presidio möchte diese wenigen Produktionen schützen und erhalten. Die Produzenten verpflichten sich, ihre Tiere nur mit lokalem Futter unter Ausschluss von OGM-Futtermitteln zu ernähren. Zudem sind der Zukauf und Einsatz von Milchsäurebakterien und Rindenbehandlungen untersagt.

    Produktionsgebiet: Maremma

    gefördert von: Punti vendita Conad di Grosseto e Comuni di Grosseto, Massa Marittima e Semproniano

    Koordinator: Riccardo Armini, tel. 339 6158898, geom.armini@ libero.it

    Referent: Angela Saba, tel. 340 3042378, angela.saba@ sabaformaggi.it

  • Presidio

    Pecorino di Osilo

    Käse

    Pecorino di Osilo

    Der Pecorino von Osilo ist ein wichtiges Produkt für die ungefähr hundert Produzenten. (Nur die wenigsten unter ihnen haben eine Produktionsstätte, die den gesetzlichen Normen entspricht). Es ist ein einmaliger Schafkäse, genauso wie die außerordentliche Ricotta Mustìa einmalig ist. Es gibt jedoch im Vergleich zur Potentialität dieses Produktes zu wenige Produzenten. Die meisten Schäfer liefern ihre Milch an die großen Molkereien und besitzen nicht die notwendigen Lokalitäten und Werkzeuge, um selber zu produzieren und direkt zu verkaufen.
    Das Presidio vereint zwei Produzenten aus Osilo, sie haben rigorose Produktionsrichtlinien erarbeitet: Nur lokale Landwirte dürfen diesen Pecorino herstellen und nur lokale Schäfer aus dem historischen Produktionsgebiet die Milch dazu liefern. Zudem darf nur Milch von jeweils einem Schäfer verarbeitet werden und Milch von Schafen, die nur im Stall stehen, darf nicht verwendet werden. Herstellungszeitraum ist traditionell von Oktober bis Juli.

    Produktionsgebiet: Gemeinden Osilo, Ploaghe, Codrongianos, Tergu, Nulvi (Provinz Sassari)

    gefördert von: Regione Autonoma della Sardegna, Assessorato dell’Agricoltura e Riforma Agro-Pastorale

    Referent: Gavinuccio Turra, tel. 079 42695 - 342 1267115, gavinuccioturra@ virgilio.it 

  • Presidio

    Pestàt di Fagagna

    Wurstwaren

    Pestàt di Fagagna

    Eine Tradition aus dem Friaul, speziell aus Fagagna, ist die Produktion des Pestàt: eine kleine Salami aus gehacktem Schweinefett und zerkleinerten Karotten, Sellerie, Petersilie, Zwiebel, Salbei, Rosmarin, Thymian, Majoran und Knoblauch. Wird auch heute noch in limitierter Anzahl in den Wintermonaten (nach der Schlachtung) hergestellt. Der Pestàt wird zerschnitten und angebraten vor allem zum Anreichern von Suppen verwendet. Er ist sehr lange haltbar – bis zum nächsten Winter - und konserviert so den Geschmack von Gemüse und Kräutern übers Jahr.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Fagagna (Provinz Udine)

    gefördert von: Comune di Fagagna, Parco Alimentare di San Daniele, Camera di Commercio di Udine.

    Referentin: Luigina Missana, tel. 338 5081466, casalecjanor@ hotmail.com 

    Koordinator: Filippo Bier, tel. 0427 86189 - 335 6789205, fibier@ tin.it

  • Presidio

    Pitina

    Wurstwaren

    Pitina

    Die Bauern aus dem Gebiet um Pordenone haben mit der Herstellung der Pitina (auch Peta oder Petuccia genannt) ihre Fleischvorräte an Schaf, Ziege oder Reh für den Winter haltbar gemacht. Der Unterschied lag jeweils im unterschiedlichen Einsatz der Gewürze (Salz, Knoblauch, schwarzer Pfeffer, Rosmarin oder wilder Fenchel und Lorbeer) die dem gehackten Fleisch zugegeben wurden. Die Fleischkrapfen aus dieser Mischung wurden dann in Maismehl gewendet und geräuchert. Nach mindestens 15 Tagen Lagerung kann die Pitina roh gegessen werden, sie schmeckt aber auch gekocht.

    Produktionsgebiet: Tramontina und Cellina Tal (Provinz Pordenone)

    gefördert von: Banca di Credito Cooperativo di San Giorgio e Meduno

    Referent. Filippo Bier, tel. +39 0427 86189 - 335 6789205info@ pitina.com

    Koordinator: Massimo Zecchin, tel. +39 335 6353176 maxzecchin@ gmail.com

  • Presidio

    Pomodoro fiaschetto di Torre Guaceto

    Tomaten

    Pomodoro fiaschetto di Torre Guaceto 

    Auf Drängen von Slow Food Alto Salento, dem Convivium, das von Anfang an mit der Verwaltung des Naturparkes zusammenarbeitete, wurde letztes Jahr ein Hektar des Naturschutzgebietes für den Anbau des pomodoro fiaschetto bereitgestellt. Nach eingehender Suche in den Gärten des gesamten Küstengebietes begann ein Bauer das erste Experimentierfeld zu bepflanzen: nur 15 Meter über dem Meeresspiegel und wenige hundert Meter vom Meer entfernt, mitten im Naturschutzgebiet von Torre Guaceto. Mit einigen Schwierigkeiten erreichte die erste Ernte ihre Reife, mit geringem Ernteertrag, aber mit, gelinde gesagt, begeisterten Reaktionen bei den Konsumenten. Nun geht der Anbau weiter und weitere Produzenten haben sich bereit erklärt, den pomodoro fiaschetto experimentell anzubauen. Man befindet sich zwar immer noch im Versuchsstadium, aber das Produkt ist außergewöhnlich gut und alles deutet darauf hin, dass auch in den nächsten Jahren in Torre Guaceto Konserven mit pürierten Tomaten pomodorino fiaschetto zu finden sind.

    Produktionsgebiet: Torre Guaceto in der Gemeinde von Carovigno (Brindisi)

    gefördert von: Riserva Naturale di Torre Guaceto

    Referent: Mario Di Latte, tel. 392 5038975, mariodilatte@ alice.it

  • Presiodo

    Pomodoro giallorosso di Crispiano

    Tomaten

    Pomodoro giallorosso di Crispiano

    In den letzten Jahrzehnten sind viele Gemüsefelder zu Olivenhainen umgewandelt worden und neue Sorten von Tomaten (kommerzielle Hybriden mit höheren Erträgen und leichter zu ernten) wurden in spezialisierten Anlagen gezüchtet.
    Die Tomatensorte Giallorosso di Crispiano überlebte dank einer Handvoll Produzenten, die diese Sorte auf wenigen Hektar anbauen. Frisch geerntet werden die Tomaten für ein bis drei Euro das Kilo verkauft. Sie sind vor allem bei älteren Menschen beliebt, die diese Sorte noch aus ihrer Kindheit kennen.
    Die Presidio-Produzenten haben sich zusammengeschlossen, um die Samen dieser alten Sorte zu retten und sie zu einem angemessenen Preis auf den Markt zu bringen.

    Produktionsgebiet: Gemeinde Crispiano, Provinz Taranto

    gefördert von: Comune di Crispiano

    Referent: Giuseppe Cito, tel. 328 0019073, citogiuseppe@ libero.it

    Koordinator: Alfredo de Lucreziis, tel. 333 2552256, alfredo.delucreziis@ virgilio.it

  • Presidio

    Pomodoro Regina di Torre Canne

    Gemüse

    Pomodoro Regina di Torre Canne

    Seitdem es möglich ist, Tomaten das ganze Jahr über in Treibhäusern anzubauen, schrumpfte der Anbau dieser lokalen Sorte bis fast auf den Nullpunkt. Auch hat die Kirschtomate in den letzten 20 Jahren den Markt erfolgreich für sich eingenommen, weil deren Produktionskosten bedeutend niedriger sind als jene der Regina Tomate. Die Samen wurden jedoch weiter auf traditionelle Weise, zusammen mit Baumwolle, von den lokalen Familien angebaut. Dies fast ohne Bewässerung und nach biologischen Richtlinien. Ein Teil davon wird anschließend mit der ebenfalls in lokaler Heimarbeit hergestellten Baumwollschnur zusammengeflochten.

    Produktionsgebiet: Küstengebiete der Gemeinden Fasano und Ostuni (Provinz Brindisi)

    gefördert von: Parco Regionale delle Dune Costiere da Torre Canne a Torre San Leonardo, Associazione Culturale del Presepe Vivente di Pezze di Greco.

    Referent: Francesco Chialà, tel. 346 2350126, chialafranco@ libero.it

    Koordinator: Felice Tanzarella, tel. 339 2737389, felice@ diesseagri.it

     

     

  • Presidio

    Provola delle Madonie

    Käse

    Provola delle Madonie

    Dieser Käse wird in einer der artenreichsten Gegenden Italiens hergestellt: den Madonien. Die Madonien sind eine Gebirgskette, die zum großen Teil in einem Naturpark liegt. Die Provola delle Madonie ist ein typischer Knetkäse (wie auch sein naher Verwandter, die Provola dei Nebrodi, die nur etwas länglicher ist). Die Form gleicht einer bauchigen Korbflasche und die Rinde ist glatt und dünn von strohgelber Farbe. Es gibt noch einige Käser, die auf handwerkliche Weise Kuhrohmilch mit dem Zusatz von etwas Schafmilch verarbeiten. Es existiert auch eine leicht geräucherte Version.

    Produktionsgebiet: Massiccio delle Madonie (provincia di Palermo).

    gefördert von: Regione Siciliana Assessorato Regionale Agricoltura e Foreste

    Referentin: Grazia Invidiata, tel. 328 4723440, inv.sandra@ inwind.it

    Koordinator: Aldo Gallina, tel. 339 4569452, cataldo.gallina@ libero.it

  • Presidio

    Montébore

    Käse

    Montébore

    Der Montébore wird im gleichnamigen Dorf in der Nähe von Tortona hergestellt. Er hat antike Wurzeln und wurde schon im Mittelalter schriftlich erwähnt. Die ungewöhnliche, tortenartige Form sollte an den Turm des Dorfes erinnern und ergibt sich aus dem übereinander Stapeln von 3 Käseformen abnehmender Größe. Der Montebore ist ein Rohmilchkäse aus 75% Kuh- und 25% Schafmilch. Zu Beginn der Degustation nimmt man im Gaumen milchige und buttrige Noten wahr, im Nachgeschmack machen sich Kastanie und Kräuter bemerkbar. Der Montèbore kann sowohl frisch, wie auch gereift oder sogar gerieben über warmen Speisen verwendet werden.

    Produktionsgebiet: einige Gemeinden der Tälern Curone, Grue, Ossona und Borbera sowie Valle Spinti (Provinz Alessandria)

    gefördert von: Comunità Montane delle Valli Curone, Grue, Ossona e della Val Borbera e Valle Spinti

    Koordinator: Giovanni Norese, tel. 335 5734472, gnorese@idp.it

    Referent: Roberto Grattone, tel. 0143 94131, info@vallenostra.it

  • Presidio

    Radic di Mont

    Radicchio

    Radic di Mont

    Das Presidio vereint eine Gruppe von kleinen Produzenten und Sammlern, die die Tradition dieses eingelegten Gemüses erhalten wollen. Es geht auch darum, das Überleben der spontan wachsenden Radicchio-Sorte sicherzustellen. Das Sammeln erfordert Know-how und Erfahrung sowie großen Respekt für die Natur, denn es darf nur während 15 bis 20 Tagen im Jahr gesammelt werden und die Menge ist pro Sammler auf ein Maximum von einem Kilogramm beschränkt.

    Produktionsgebiet: Karnische Alpen, ab 1000 m.ü.M. (Provinz Udine)

    Referent: Luigi Faleschini, tel. 0428 91005 - 328 7633563, faleschini@ valcanale.com

    Koordinator: Filippo Bier, tel. 0427 86189 - 335 6789205, fibier@ tin.it

  • Presidio

    Rosa di Gorizia

    Gemüse

    Rosa di Gorizia

    Die Bauern aus Görz (Gorizia) vermehren die Samen seit Generationen nach den immer gleichen Parametern: die möglichst einer Rose gleichende Form und die hohe Wetter- und Kälteresistenz, die einen optimalen Anbau auf dem zur Verfügung stehenden Land garantieren.
    Die Vereinigung der Produzenten „radicchio rosso di Gorizia e Canarino di Gorizia” besteht aus 8 Mitgliedern, die sich dem Anbau nach den selbst auferlegten, strengen Produktionskriterien widmen. Die Vereinigung wurde gegründet, um dem Aussterben der Pflanzen wegen mangelndem Interesse am arbeitsintensiven Anbau seitens der Produzenten aber auch dem Verlust der Anbauflächen durch die Industrialisierung vorzubeugen.

    Produktionsgebiet: Gärten der Stadt Görz, besonders die Schwemmlandebene nördlich der Stadt (S. Rocco e S. Andrea) bis zur Gemeinde Salcano, deren bewohntes Zentrum in Slowenien liegt.

    gefördert von: Fondi raccolti con il progetto "Alleanza tra i cuochi e i Presìdi Slow Food 2012"

    Referent: Carlo Darco Brumat, tel. 347 7837039, carlobrumat@ libero.it

    Koordinatorin: Michela Fabbro, tel. 0481 522700, info@ rosenbar.it

  • Presidio

    Texelse Schapenkaas

    Käse

    Texelse Schapenkaas

    Bis zum Sommer 2003 war Piet Bakker der einzige Hersteller von handwerklich hergestelltem Texelse Schapenkaas aus Rohmilch. Die grüne Insel Texel ist von stahlgrauem Meer umgeben und es fegt ein konstanter Wind. Mit der Geburt des Presidio hat ein zweiter Produzent die Herausforderung angenommen und begonnen, mit Rohmilch zu produzieren. Zurzeit wird an der Verbesserung der Qualität gearbeitet. Einer der Käser experimentiert mit Lab von Lämmern anstelle von Kälberlab. Das Ziel ist, den Käse noch einzigartiger zu machen, und Lämmerlab könnte helfen, den Nachgeschmack beim Verzehr merklich zu intensivieren. Das Presidio möchte die Bekanntheit des Texelse Schapenkaas in den Niederlanden fördern, da er bisher nur lokal verkauft wurde. Meist von Touristen, die im Sommer auf die Insel kommen. Zudem unterstützt das Presidio die Zuchtbemühungen um die Schafrasse Texel zur Milchgewinnung, da dieses Tier sich im Laufe der Zeit ideal entwickelt hat, um diese außergewöhnlichen Weiden bestens zu nutzen.

    Produktionsgebiet: Insel Texel, im Norden Hollands

    Referenten: Ruud Ruarus ruud@ wezenspyk.nl - Annette van Ruitenburg annette@ vlto.nl

  • Presidio

    Tuma di pecora delle Langhe

    Käse

    Tuma di pecora delle Langhe

    Dieser Käse ist unter dem Namen “Murazzano” auch als DOP bekannt. Allerdings erlauben die Produktionsbestimmungen für die geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP) den Einsatz von bis zu 40% Kuhmilch (auch pasteurisiert).
    Das Presidio hingegen fördert die ursprüngliche Version, die nur aus Schafrohmilch der Rasse „Pecora delle Langhe“ hergestellt wurde. Es ist dabei zulässig, ein Maximum von 5% Ziegenmilch zu verwenden. Deshalb auch der andere Name, um die beiden Produkte leicht zu unterscheiden.
    Das Langhe-Schaf war einmal sehr verbreitet (1950 gab es noch über 45.000 Schafe), dessen Anzahl hat sich bis heute drastisch dezimiert: Im Piemont und in Ligurien zählt man nicht mehr als 2000 Tiere, verteilt auf ungefähr 60 Züchter. Man erkennt die Schafe an ihrer Hornlosigkeit (beide Geschlechter), dem weißen Fell und den langen, schlanken Beinen.

    Produktionsgebiet: Gemeinden der Alta Langa (Provinz Cuneo)

    Koordinator: Lorenzo Conterno, tel. 339 6651424, renzoconte@ alice.it

    Referentin: Anna Maria Trombetta, Tel. +39 0174 789035, anna.fatbronz@ teletu.it

  • Presidio

    Vacca bianca modenese

    Käse

    Vacca bianca modenese

    Diese Kuhrasse hat sich am Ende des 19. Jh. von der Rossa Reggiana abgezweigt. Heute wird sie vor allem zur Milchproduktion gehalten, hat aber auch ein sehr schmackhaftes Fleisch. Leicht erkennbar am leuchtend-weißen Fell (Nüstern, Hufe und die Spitzen der Hörner sind jedoch schwarz). Die Milch der Bianca Modenese eignet sich hervorragend zur Produktion von Parmigiano Reggiano. Das Presidio möchte nicht nur die Milch, sondern auch das Fleisch dieser Rasse fördern.

    Produktionsgebiet: Provinz Modena

    gefördert von: Provincia di Modena

    Referent: Maurizio Nascimbeni, tel. 335 5353895, nasci_mauri@ libero.it 

    Koordinator: Nico Lusoli, tel. 335 5648046, nico.lusoli@ gmail.com

  • Presidio

    Vezzena

    Käse

    Vezzena

    Der Vezzena ist ein klassischer, halbfetter Bergkäse. Aber er ist auch einzigartig. Dank der Flora auf dem Hochplateau und der langen Reifezeit wird der Vezzena zum unverwechselbaren Charakterprodukt. Nur im Sommer mit der Milch von zwei Almen hergestellt, kann er am M für Malga (Alm) erkannt werden. Nach mehr als einem Jahr Reifung verschwindet die Lochung fast gänzlich. Der dunkelgelbe Teig beginnt schieferartig zu bröckeln und die Aromen werden komplex und füllen den Gaumen mit grasig–würzigen Noten.

    Produktionsgebiet: Alle Gemeinden auf dem Hochplateau von Lavarone, Vezzena und Folgaria (Provinz Trient)

    gefördert von: Trentingrana Concast

    Koordinator: Stefano Mayr, tel. 328 5423635, mayr@ mountainwilderness.it

    Referent: Giampaolo Gaiarin, tel. 335 6674256 giampaolo.gaiarin@ fmach.it

  • Presidio

    Villnösser Brillenschaf

    Produkte vom Lamm - Sitzkissen/Zirbenkissen

    Villnösser Brillenschaf

    Das Villnösser Brillenschaf ist die älteste Schafrasse Südtirols. Sie hat sich aus dem Kärntner Brillenschaf entwickelt. Das Kärntner Brillenschaf ist seinerseits eine Kreuzung aus dem Deutschen Landschaf, dem Bergamasker Schaf und dem Paduaner Seidenschaf. Charakteristisch ist die weiße Behaarung mit schwarzen Ringen (Brillen) um die Augen sowie einem Teil der Ohren. Wie andere Tierrassen, von denen es weniger als 3000 Stück gibt, ist das Brillenschaf von der EU als vom Aussterben bedrohte Rasse anerkannt. Heute gibt es noch ca. 80 leidenschaftliche Züchter. Früher wurde das Brillenschaf als Fleischlieferant (dank der natürlichen Ernährung mit Gras und Heu von hervorragender Qualität) aber auch seiner Wolle wegen gehalten. Das Presidio möchte die Produkte des Brillenschafes wieder auf den Markt bringen und damit das alpine Territorium langfristig unterstützen.

    Produktionsgebiet: Gemeinden Villnöss, Villanders, Ritten, Barbian, Klausen, Feldthurns, Lüsen, Lajen und Gadertal (Provinz Bozen)

    gefördert von: Provincia Autonoma di Bolzano, Comune di Funes, Associazione Turistica Villnöss (Funes)

    Referent: Oskar Messner, tel. 347 1911604, oskar@ furchetta.it

    Koordinator: Angelo Carrillo, tel. 339 8189965, angelo.carrillo@ tin.it

Weitere Informationen: www.fondazioneslowfood.it